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ÖPNV – Die Waffe gegen den Klimawandel

Etwa 90% der für das Klima gefährlichen Abgase stammen aus dem Straßenverkehr. Im Jahr 2010 werden durch Auto & Co. europaweit voraussichtlich 34% mehr Treibhausgase ausgestoßen werden als noch 20 Jahre zuvor. Höchste Zeit, aktiv zu werden, damit unser Weltklima nicht komplett umkippt!

Um die schädlichen Emissionen zu verringern, muss der Automobilverkehr in unserem Land dringend gesenkt werden. Hauptgrund, warum viele Menschen den eigenen Wagen benutzen, ist, dass die Städte heutzutage Pkw-freundlich ausgebaut sind und die meisten Wege am schnellsten und praktischsten per Auto zurückgelegt werden können. Daher muss bei der Planung neuer Stadtteile unbedingt berücksichtigt werden, dass diese Gebiete nicht auf den Individualverkehr fixiert sind. Autoarme oder gar autofreie Zonen verringern das Verkehrsaufkommen. Neu entstehende Stadtgebiete dürfen nicht zersiedelt werden, sondern sollen möglichst kompakt gebaut werden. Durch die zentrale Lage aller wichtigen Einrichtungen verkürzt man die Wege, und das wiederum spart eine Menge Verkehr ein.

Bus und Bahn attraktiver gestalten

Vielerorts gibt es eine sehr schlechte oder nur unzureichende Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, so dass die Menschen auf den Privatwagen angewiesen sind. Um das Verhalten der Bevölkerung zu ändern, muss vor allem in diesen Bereichen etwas getan werden. Eine Ausweitung des Liniennetzes, viele Haltepunkte, attraktive Preisstrukturen und Fahrtzeiten können eine Menge Menschen dazu bewegen, umzusteigen.

Mit gutem Beispiel voran gehen…

Wie das geht, zeigt zum Beispiel die „Fahrradstadt“ Erlangen. Ein eng verknüpftes Radwegenetz von über 200km Länge wurde dort angelegt. Die Spuren, die teilweise drei bis vier Meter breit sind, garantieren Sicherheit. An manchen Stellen haben Radfahrer sogar Vorrang vor den Autos. All diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass sich der Fahrradverkehr dort innerhalb von 28 Jahren nahezu verdoppelt hat. Auch andere deutsche Städte wie Karlsruhe, Münster und Hannover setzten auf ÖPNV und Radfahrer. Immerhin wird durch umweltfreundliche Fortbewegung nicht nur der Treibhauseffekt vermindert: durch weniger Verkehr, Straßenlärm und Abgase verbessert sich auch die Lebensqualität in unseren Städten.

Links zum Thema: http://www.thema-energie.de/media/article003707/KlimaCD_24.pdf http://www.thema-energie.de/media/article003707/KlimaCD_25.pdf

Dieser Text wurde erarbeitet für die Entsiegler Kampagne der NAJU