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Der Amazonas

Im Flusssystem des Amazonas fließen zwei Drittel des Wassers aller Flüsse der Erde. Das Becken bedeckt rund zwei Fünftel des südamerikanischen Kontinents. Der Fluss ist im Unterlauf 11 Kilometer breit, seine Mündung unglaubliche 100 Kilometer. Er hat 1100 größere und schätzungsweise 100.000 kleinere Nebenflüsse.

Der Ur-Amazonas

Der höchstwahrscheinlich längste Fluss, der je über die Erde geflossen ist, ist der Ur-Amazonas gewesen, der schätzungsweise 14000 Kilomerter lang war. Bis vor 130 Millionen Jahren gehörten das heutige Afrika und Südamerika zum Riesenkontinent Gondwana. Durch Gondwana flossen der heutige Kongo und der Amazonas als Ur-Amazonas mit seiner Quelle in der Region des heutigen Tschad. Damals mündete dieser Riesenfluss in den Pazifik. Nachdem der Urkontinent Gondwana zerbrach, driftete die südamerikanische Kontinentalplatte aufgrund der tektonischen Plattenverschiebung nach Westen und kollidierte mit der Erdkrustenplatte des Pazifiks. Durch den Zusammenprall entstanden allmählich die Anden, die die Mündung des Amazonas in den Pazifik blockierten. Zunächst bildete sich ein riesiges Inlandmeer vor den Anden, bis der Strom seine Fliessrichtung änderte und sich seinen Weg zum Atlantik bahnte. Dadurch wurde der Salzwasserstrom durch die Speisung der Regenfälle aus den Anden zum Süßwasserfluss. Jetzt fließt der Amazonas im Bett des Ur-Amazonas seit 50 Millionen Jahren in östliche Richtung in den Atlantik durch den riesigen Amazonas-Regenwald und spielt eine äußerst wichtige Rolle im globalen Wasserkreislauf.

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