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Bau einer Natursteinmauer

Mauern müssen nicht grau und unbelebt sein. Mit Hilfe einer Natursteinmauer könnt ihr ein kleines Paradies schaffen, in dem sich viele Tier- und Pflanzenarten wohl fühlen werden.

Eine Steinmauer mit Ritzen und Fugen, Foto von pawils, pixelio.de

Hintergrund


Obwohl Mauern in unseren Städten allgegenwärtig sind, zählen Mauerpflanzen bei uns zu den Besonderheiten der Vegetation. Es dauert lange, bis eine gewöhnliche Steinmauer so weit verwittert ist, dass erste Pflanzen auf ihr Fuß fassen können. Leichter haben sie es dagegen bei Natursteinmauern. In ihren Ritzen und Fugen finden Moose, Farne und Blütenpflanzen schnell eine neue Heimat. Auch Tiere fühlen sich dort wohl: Spinnen weben zwischen den Steinen ihre Netze und Eidechsen legen sich auf die Mauer, um Sonne zu tanken.

Zeit


Da ihr bei dieser Aktion viel draußen arbeiten müsst, solltet ihr die Mauer an einem trockenen Tag bauen. Die Dauer der Aktion kann auf 10 bis 20 Stunden geschätzt werden.

Material


  • Schaufel oder Spaten
  • Hammer
  • Maßband
  • Sand- und Kalksteine
  • Flache Steine zum Abdecken
  • Kies, Sand, lehmige Erde
Datei:Mauerblümchen.jpg
Mauerblümchen, Foto von Karl-Heinz Liebisch, pixelio.de

Aktion


Standort suchen:

Zuerst müsst ihr einen geeigneten Standort für eure Natursteinmauer finden. Der Untergrund muss tragfähig und bereits gut vorgedichtet sein, damit eure Mauer stabil darauf stehen kann. Habt ihr eine passende Stelle gefunden, müsst ihr gegebenenfalls eine Bewilligung einholen, bevor ihr mit dem Bau beginnen könnt.

Materialbeschaffung:

Für eure Natursteinmauer braucht ihr Steine in verschiedenen Größen. Sie sollten möglichst kantig sein und eine raue Oberfläche haben, damit sie leichter verwittern können. Wenn eure Steine zu groß sind, könnt ihr sie mit dem Hammer bearbeiten, bis sie die passende Größe haben.

Fundament ausheben:

In den Boden grabt ihr nun ein Loch von etwa 40 bis 50 cm Tiefe. Die Breite sollte 60 cm betragen. Wenn ihr andere Maße verwenden wollt, achtet darauf, dass die Länge und Breite der Grube etwa 10 bis 20 cm größer sind als die eigentliche Mauer. Die Dicke der Mauer muss mindestens ein Drittel der Mauerhöhe betragen. Das Loch wird nun 5 bis 20 cm hoch mit Kies oder Schotter aufgefüllt.

Bau der Mauer:

In der Vertiefung, die jetzt noch mindestens 10 cm tief sein sollte, beginnt ihr nun mit dem Bau der Mauer. Nehmt für den Mauerfuß die großen Steine, nach oben hin können sie immer kleiner werden. Die Steine müsst ihr so eng wie möglich nebeneinander setzen. Achtet darauf, dass ihr die nächste Schicht immer versetzt anordnet, sonst wird die Mauer instabil! Die verbleibenden Zwischenräume könnt ihr mit Kies, Sand oder Schotter auffüllen. Auch lehmige Erde ist sehr gut geeignet, mit ihr kann man auch Unebenheiten leicht ausgleichen. Denkt daran, Öffnungen und Zwischenräume für Tiere zu lassen.

Abschluss der Mauer:

Wenn eure Mauer fertig ist, legt ihr oben noch große, schwere Steine drauf, die die Mauer vor Wind und Wetter schützen. Die Steine sollten mindestens 30 bis 40 cm breit sein. Setzt anschließend keine Tiere oder Pflanzen auf die Mauer. Wenn ihr euch ein bisschen geduldet, kommen sie von ganz alleine zu euch!


Diese Aktionsidee wurde von Jessica Franzen erarbeitet.

Gewußt wie!

Trockenmauern PDF 244 kb [1]

Quelle: http://www.birdlife.ch/d/service_merkblaetter.html