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Bienenweide anlegen

Foto von Wolfgang Rabl, pixelio.de

Hintergrund

"Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben", soll schon Albert Einstein gesagt haben. Und wenn es danach geht, dann steht es um den Menschen nicht besonders gut. Denn die Bienen finden heutzutage immer weniger natürliche Nahrungsquellen. Blumenreiche Wiesenflächen werden zugebaut, in der Landwirtschaft herrschen oftmals Monokulturen vor - aber zum Glück gibt es da auch eine Lösung.

Denn wir Menschen können den Insekten einen wahren "Bienenschmaus" bieten. Im Handel kann man speziell zusammengestellte Samentütchen kaufen, in denen viele Samen von Bienentrachtpflanzen enthalten sind. Diese produzieren besonders viel Nektar und Pollen, womit sie ein reichhaltiges Büffet für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. darstellen.

Material

  • Spaten und Harke zum Boden umgraben und lockern
  • Bienenweidensamen
  • Kompost
  • Gegebenenfalls Gießkanne

Zeit

Die Zeit variiert mit der Größe des Feldes und der Zahl der helfenden Hände, ist aber auf jeden Fall innerhalb eines Gruppentreffens zu schaffen. Die Samen sollten zwischen April und Anfang Juli gepflanzt werden. Damit die Pflanzen besonders lange blühen, sollten die Samen nicht alle gleichzeitig, sondern über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen ausgesät werden.

Foto von Ulrich Velten, pixelio.de

Aktion

Nachdem ihr eine geeignete Fläche (siehe unten) gefunden und die Samen gekauft habt, könnt ihr loslegen. Grabt zuerst den Boden um und lockert ihn auf. Verteilt die Samen dann gleichmäßig und bedeckt sie mit Erde oder Kompost. An trockenen und heißen Tagen sollten die Samen dann auch gewässert werden. Danach heißt es dann nur noch: Warten und sich freuen, sobald die Bienen sich an den Pflanzen satt futtern.

Wir möchten Euch aber dringend darauf hinweisen, dass das Saatgut nicht auf wilder, freier Fläche ausgesät werden darf. Das verbietet das Naturschutzgesetz. Darin steht, dass die regionale Flora und Fauna nicht verändert werden darf. Es darf ausschließlich Pflanz- und Saatgut verwendet werden, das von Mutterpflanzen aus dem gleichen regionalen Herkunftsgebiet stammt. Die Samen in der Saatgutmischung stammen zum Teil aus anderen Ländern und entsprechen diesen Anforderungen daher nicht. Gerade als Naturschützer und Naturschützerinnen sollten wir uns an dieses Gesetz halten!

Ihr könnt die Samenmischung natürlich auf privatem Gelände aussäen, zum Beispiel in Gärten, nach Rücksprache in Schulgärten und auf NABU oder NAJU eigenen Gebieten und in Balkonkästen.