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Braunkohle

Entstehung von Braunkohle/najuversum.de

Entstehung

Braunkohle entstand in Moorlandschaften mit offenen Wasserflächen und Wäldern. Als vor vielen Millionen Jahren die Erdoberfläche sank und gleichzeitig der Grundwasserspiegel stieg, wurden Bäume, Gräser, Farne und Kräuter von Wasser überflutet. Unter der Wasseroberfläche waren sie luftdicht abgeschlossen. Die urzeitlichen Pflanzen wurden zu Torf. Die entstandene Torfschicht sank im Laufe der Zeit immer tiefer ab. Über der Torfschicht lagerten sich Sand- und Erdschichten ab. Durch den Druck von oben und die Erdwärme von unten bildete sich Kohlenstoff und verwandelte so den Torf nach und nach in Braunkohle.

Zweck

Braunkohle kann in Energie umgewandelt werden. Dafür wird die Braunkohle zu feinem Pulver gemahlen und anschließend im Kohlekraftwerk verbrannt. Bei der Verbrennung entsteht Dampf, der Turbinen antreibt und so Energie erzeugt. Fast die gesamte Energie wird genutzt, um Strom zu erzeugen.

Abbau

Braunkohle lagert unter der Erde. Wenn sie sehr tief unter der Erde liegt, wird sie im Tiefbau abgebaut. Dazu werden Schächte, unterirdische Tunnel und Gänge gegraben. Liegt die Braunkohle weiter oben, wird sie im Tagebau abgebaut. Dabei werden die Erdschichten, die über der Kohle liegen von Baggern abgetragen und anschließend die Kohle abgebaut

Umwelteinfluss

Kraftwerk Weisweilder der RWE AG/pixelio.de

In den Regionen, in denen Braunkohle abgebaut wird, verändert sich das Landschaftsbild. Befindet sich auf dem geplanten Tagebaugelände ein Dorf, so kommt es vor, dass die Menschen dieses Ortes umgesiedelt werden. Haben die Bergleute die Braunkohle vollständig abgebaut, so hinterlassen sie riesige Gruben in der Landschaft. Es entstehen so genannte Mondlandschaften. Da der freigelegte Boden am Grund der Tagebaue kaum Nährstoffe bietet, wachsen dort auch kaum Pflanzen. Sich selbst überlassen würde aus der Mondlandschaft erst nach Jahrzehnten wieder eine Landschaft mit Pflanzen und Bäumen entstehen. Deshalb werden die Gruben mit Erde oder Wasser gefüllt.

Bei der Verbrennung von Braunkohle entsteht sehr viel Kohlendioxid. Kohlendioxid ist ein Treibhausgas, das den Klimawandel voran treibt.

Und was kannst Du tun?

Es gibt auch andere Energieträger, die umweltfreundlich Strom erzeugen. Sonne, Wind, Wasser, Erde und Biomasse gehören zu den erneuerbaren Energien, das heißt sie erneuern sich immer wieder von selbst. Und das gute: bei ihrer Verarbeitung zu Strom und Wärme entstehen keine Treibhausgase.

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