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Inhaltsverzeichnis

Das Fledermausjahr

Alle heimischen Fledermäuse unternehmen im Frühjahr und im Herbst Saison-Wanderungen zwischen Sommer- und Winterquartieren, wobei es große Unterschiede zwischen den einzelnen Arten gibt. Bei Fledermäusen werden Quartiere nach dem Zweck unterschieden, zu dem sie bezogen werden. Sie lassen sich grob in Sommer-, Winter- und Zwischenquartiere einteilen.

Wanderung und Aufenthalt in Sommerquartieren

Nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf suchen Männchen und Weibchen ab April bei vielen Arten getrennte Sommerquartiere auf. Die Weibchen schließen sich dabei zu unterschiedlich großen Verbänden, den sogenannten Wochenstuben, zusammen. Mitte Juni, nach der Tragzeit von 50 bis 75 Tagen, werden je nach Art 1 oder 2 Jungtiere geboren. Das gegenseitige Wärmen der Tiere in den großen Wochenstuben ist besonders wichtig, da sie anfangs noch unbehaart sind. Anfang August lösen sich die Wochenstuben auf. Die Männchen verbringen die Zeit von April bis Juli/August in Tagesquartieren, die sie am Tag bewohnen und von dort aus in die Nacht zur Jagd ziehen.

Paarung in Paarungsquartieren

Die Paarungszeit liegt bei den meisten Arten ab August bis Oktober vor dem Winterschlaf oder im darauffolgenden Frühjahr. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Eizellen der Weibchen unabhängig von der Begattung erst im Anschluss an den Winterschlaf reifen.

Wanderung und Aufenthalt in Winterquartieren

Zur Überwinterung ab Oktober/November suchen die Fledermäuse beider Geschlechter gemeinsame Quartiere auf. Ausschlaggebend für die Wahl der Quartiere sind deren klimatische Verhältnisse wie Frostfreiheit, konstante und kühle Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und geringer Lichteinfall. Im Winterquartier senken die Tiere ihre Körpertemperatur und zehren von den Fettresreven (Winterschlaf). Während dieser Zeit ist es sehr gefährlich für die Tiere gestört zu werden. Da sie nur begrenzte Fettreserven haben, kann ein erhöhter Verbrauch zum Tod führen.

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