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Fledermausfund im Winter

Hintergrund

Wenn Leuten Fledermäuse in die Hände fallen, z. B. bei Haussanierungen oder Baumfällaktionen im Winter, sie aber keine Ahnung vom Umgang mit Fledermäusen haben, dann können sie in euch einen Ansprechpartner finden, der weiß, was zu tun ist.

Zeit

Ca. eine halbe Stunde zur Erstversorgung gleich nachdem man die Fledermaus bekommen hat, 1 bis 2 Stunden zum Recherchieren der Zuständigkeit für diese streng geschützte Tierart inklusive die Übergabe der Fledermaus an die regionalen Ansprechpartner bzw. die untere Naturschutzbehörde.

Material

  • Handschuhe
  • Zeitung oder Krepppapier als Unterlage beim Füttern
  • eine Pipette oder einen Wattestäbchen und ein Wasserschälchen zum Tränken
  • einige Mehlwürmer (gibt es in Zooläden zu kaufen) und eine Pinzette zum Füttern
  • einen geeigneten Behälter, z. B. einen Fischhälter, Schuhkaton mit Luftlöchern, ausgestattet mit weichen Tüchern als Versteckmöglichkeit

Aktion

Zunächst sollte der Fundort, die Zeit und die Fundumstände notiert werden (wenn möglich auch die Art). Dann wird die Unterlage ausgebreitet, Wasser bereitgestellt und ebenso die restlichen Materialien. Dann kann die Fledermaus vorsichtig mit Handschuh aus dem Behältnis entnommen werden. Die "Fütterung des Raubtiers" kann nun beginnen. Mit einem wassergetränkten Wattetupfer oder einer Pipette wird Wasser aufgenommen und behutsam Tropfen für Tropfen an die Schnauze gehalten und somit diese benässt (Vorsicht: nicht an die Nase!). Durstige Mäuse lecken begierig das Wasser. Nach Bedarf können noch Mehlwürmer gefüttert werden. Sobald das gesättigte Tier zurück in seine Kiste gesetzt wurde, kann sich nach dem nächsten Ansprechpartner erkundigt und die Fledermaus dorthin transportiert werden.