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Tierhaltung

Massentierhaltung

Wenn von Massentierhaltung die Rede ist, versteht man darunter Tierhaltung im großen Stil, deren Ziel es ist, möglichst viele tierische Produkte (z.B. Fleisch, Milch und Eier) für wenig Geld herzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, sparen die Großbetriebe, wo es geht. So werden oft zu viele Tiere auf engem Raum gehalten und mit ungesundem Spezialfutter, das auf schnelles Wachstum oder hohe Eier- und Milchproduktion ausgelegt ist, gemästet. Diese Haltungsmethoden entsprechen nicht annähernd den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere, so dass sie ihre angeborenen Verhaltenweisen nicht ausleben können. Sie werden krank und leiden unter Stressverhalten und Verhaltenstörungen: Schweine beißen sich gegenseitig und Hühner hacken mit ihren Schnäbeln aufeinander ein. Um die Tiere zu behandeln und zu beruhigen, setzen die Halter oft große Mengen Medikamente ein. Davon bleiben immer Rückstände in den Erzeugnissen. Isst du nun Produkte aus Massentierhaltung, kann es passieren, dass du diese Medikamentenrückstände in deinen Körper aufnimmst.

Datei:Grasende Kühe Kopie.jpg
Grasende Kühe/pixelio.de

Artgerechte Tierhaltung

Im Gegensatz zur Massentierhaltung orientiert sich die artgerechte Tierhaltung an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere und versucht, ihnen das Leben so naturnah wie möglich zu gestalten. Es lässt sich jedoch schwer sagen, welche Haltungsform wirklich artgerecht ist, da jedes Tier verschiedene Ansprüche stellt.

Geflügelhaltung

  • Käfighaltung

Bei der Käfighaltung lebt ein Huhn auf einer Fläche von 550 Quadratzentimetern in einer Legehennenbatterie. Das ist weniger Platz als auf einen normalen Blatt Papier (DIN A4). In der Regel gibt es in den Ställen keine Fenster, sodass die Tiere nie Tageslicht zu sehen bekommen. Die Käfighaltung ist sehr schlecht für die Tiere. Sie haben zu wenig Platz und zu wenig Bewegung. Dadurch können sie ihr arteigenes Verhalten (z.B. Flügelschlagen oder Sandbaden) nicht ausleben und werden krank, verletzen sich und haben oft große Schmerzen. Das führt auch dazu, dass die Eier aus Legebatterien nicht so gut schmecken und Rückstände von Medikamenten enthalten. Trotzdem werden Eier so produziert, da es weniger kostet und die Eier günstiger verkauft werden können.

  • Bodenhaltung
    Artgerecht ist die Bodenhaltung nicht/pixelio.de

Werden Eier in Bodenhaltung produziert, werden Gruppen von bis zu 6000 Hühnern in Ställen gehalten, die manchmal Fenster haben, manchmal aber auch nicht. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass ein Drittel des Stallbodens mit Sand, Torf oder Hobelspänen bedeckt ist. Ein Freilandauslauf ist dagegen nicht zwingend vorgesehen. Irgendwo im Stall ist der so genannte Kotkasten angebracht. Das ist ein Gitter im Boden, wo die Tiere „auf Toilette“ gehen können. Meist sind dort auch die Futter- und Schlafstellen eingerichtet. Bodenhaltung hat den Vorteil, dass die Hühner mehr Bewegungsfreiheit haben und ihre natürlichen Verhaltensweisen wenigstens teilweise ausleben können. Sie kommen aber auch mit ihrem eigenen Kot in Kontakt, was die Anfälligkeit für Parasiten und Krankheiten erhöht. Sind die Tiere dann krank müssen sie mit Antibiotika behandelt werden. Dadurch steigt die Medikamentenbelastung in den Eiern.

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