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Gartencheck

Fast jeder hat einen Garten – sei es zu Hause, in der Schule oder am Jugendzentrum. Bei der Aktion „Gartencheck“ könnt ihr einen Garten eurer Wahl genauer unter die Lupe nehmen und überlegen, was man alles verbessern könnte. Mit Hilfe einer Checkliste werdet ihr schnell erkennen, wo ihr überall anpacken könnt.

Hintergrund


Naturnahe Gärten zeichnen sich durch viele Kleinigkeiten aus, die dem normalen Gartenbesitzer nicht so wichtig erscheinen. Es wird z.B. darauf geachtet, keine Mineraldünger oder Chemikalien im Garten zu verwenden. Tiere und Insekten sind in Naturgärten gern gesehene Gäste, denen man ein schönes Umfeld bereitet. Dafür muss einiges beachtet werden: Der Anbau vieler heimischer Pflanzenarten kommt auch der heimischen Tierwelt zugute. Auch spezielle Lebensraumangebote wie Holz-, Reisig-, Laub- oder Steinhaufen, Trockenmauern und Schmetterlingswiesen sind wichtig für einen artenreichen Garten. Richtig perfekt wird der naturnahe Garten mit Nistkästen und Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten. Dazu findest du übrigens auch spannende Aktionsideen im Wiki!

Zeit


Am besten könnt ihr diese Aktion im Frühling oder Herbst durchführen. Zu diesen Jahreszeiten legen sich die Pflanzen kräftig ins Zeug und so ist für euch viel zu beobachten. Ihr solltet zwei bis drei Treffen zur Untersuchung einplanen und zudem einige Treffen für die Aufbereitung danach.

Ein Garten, der unter die Lupe genommen werden sollte, Foto von Betty, pixelio.de

Material


  • Ein Garten, den ihr unter die Lupe nehmen wollt!
  • Papier und Stifte
  • Kreativität, um ein Konzept zur Umgestaltung zu machen
  • Fotoapparat für die Dokumentation eurer Arbeitsschritte
  • Kopien der Checkliste

Aktion


Planung

Setzt euch zusammen und überlegt, welche Merkmale ein naturnaher Garten aufweisen muss. Erstellt gemeinsam eine Checkliste mit den Eigenschaften, die euch besonders wichtig erscheinen. Im Folgenden haben wir eine Beispielliste für euch zusammengestellt, die ihr beliebig erweitern könnt und sollt:

  • Kommen überwiegend heimische Pflanzenarten vor?
  • Hat der Garten eine Wasserfläche?
  • Gibt es regionale Obstbäume?
  • Sind Totholz-, Laub- oder Steinhaufen vorhanden, die Tieren Unterschlupf gewähren können?
  • Gibt es einen Komposthaufen?
  • Wird Regenwasser gesammelt?
  • Sind Nistkästen und Nisthilfen vorhanden?
  • Gibt es eine Wildblumenwiese oder Kräuterecke?
  • Ist wenig Fläche durch Terrassen oder Wege versiegelt worden?

Wenn ihr viele Fragen mit „Ja“ beantworten könnt, ist der Garten relativ naturnah gestaltet. Müsst ihr viele Fragen mit „Nein“ beantworten, dann wären Veränderungsvorschläge angebracht.

Durchführung

Trefft euch in dem Garten, den ihr zum Check ausgesucht habt, und schaut euch gründlich um: Erfüllt dieser Ort Eigenschaften, die ein naturnaher Garten haben muss? Beantwortet die Fragen eurer Checkliste gemeinsam. Befragt auch den Besitzer des Gartens, was er sich in Zukunft für seinen Garten vorstellt.

Mögliche Punkte sind hierbei:

  • Soll der Garten komplett umgestaltet oder sollen nur kleine Verbesserungen vorgeschlagen werden?
  • Wie groß ist der Garten? (Je größer der Garten, desto mehr Pläne könnt ihr verwirklichen)
  • Wer nutzt den Garten, wer soll sich darin wohl fühlen?
  • Wie viel Zeit kann in die Gartenpflege investiert werden? (Eine Hecke braucht beispielsweise weniger Pflege als ein Gemüsegarten.)
  • Soll der Garten nur gut aussehen oder auch nützlich sein?

Auswertung der Aktion

Wertet die Ergebnisse des Fragebogens gemeinsam aus. Bewertet den Garten und macht dann auf dieser Basis Verbesserungsvorschläge. Anstatt eines Rasens mit ein paar Blumenbeeten könnte man z.B. eine kleine Wildblumenwiese anlegen.


Diese Aktionsidee wurde von Hanne Kralemann und Jessica Franzen erarbeitet.