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Guerilla Gardening

Alles was ihr dazu braucht sind Tatendrang, ein bisschen Kreativität und ein paar Pflanzen. Ursprünglich war Guerilla Gardening eine Protestform, bei der Pflanzen heimlich im öffentlichen Raum gesät wurden. Inzwischen hat sich diese Form weiter entwickelt zum urbanen Gärtnern, Selbstversorgung in der Stadt oder als Verschönerung der grauen Innenstädte durch Begrünung von brachliegenden Flächen. Auf jeden Fall heißt das Motto hier: Selbst anpacken!

Foto von H. Nickerl, NAJU

Hintergrund

Alles begann am 1. Mai 2000 in London, als Globalisierungskritiker und Umweltaktivisten gemeinsam auf einer Rasenfläche direkt vor dem Parlament Square, bewaffnet mit Spaten, Erde und Setzlingen eintrafen, um den Platz wild zu bepflanzen. Ziel der Aktion war es, wie sie auf Transparenten bekundeten, „die Straßen zurückzuerobern“. Seit einigen Jahren verbreitet sich diese Art des Protests auch in anderen Großstädten wie New York oder Berlin.

Parallel dazu hat sich eine verstärkte Ideologie des Guerilla Gardening heraus entwickelt mit dem Wunsch nach urbaner Selbstversorgung und der Ablehnung der Agrar-Industrie. Zusätzlich fallen in Medien Begriffe wie Bürgerengagement, Kiezverschönerung und Verbesserung der Lebensqualität im urbanen Umfeld. Hierzu zählt auch „illegale“ Gemüseanzucht auf Brachflächen, Hinterhöfen und Grünstreifen. Biotope und Pflanzenbeete werden angelegt und gepflegt. In größeren Städten werden z.B. die Baumscheiben mit Blumen verschönert.

Material

  • Erde
  • Spaten
  • Setzlinge oder Samen
  • Wasser zum Angießen

Aktion

1. Halte Ausschau nach einem verwahrlosten Stück Land, vorzugsweise in der eigenen Nachbarschaft. In Berlin eignen sich besonders gut Baumscheiben, Brachflächen und ungenutzte Pflanzkübel.

2. Entscheide, was Du anpflanzen möchtest und ob Deine Wahl Sinn macht. Zähe Gewächse und schnell wachsende Blumen geben gute Erfolgserlebnisse für den Anfang.

3. In Gemeinschaft macht´s mehr Spass - finde Verbündete! Sprich mit Freunden und Nachbarn!

4. Lege Deinen Garten an. Eventuell musst Du noch ein bisschen Blumenerde mitbringen und auf jeden Fall nach dem Einpflanzen angießen!

5. Manchmal macht es Sinn, sein Gärtchen gegen die Herausforderungen des Stadtlebens zu schützen, z.B. mit einem kleinen improvisierten Zäunchen gegen Hunde oder Füße.

6. Pflege Dein Gärtchen mit Liebe! Geh regelmäßig hin und gieße.

7. Wenn mal was anders läuft als gewünscht, lass Dich nicht entmutigen! Sprich mit anderen Anwohnern! Die meisten werden Deine Aktion toll finden und Dich mindestens moralisch unterstützen. Und manche machen vielleicht gleich mit!

Tipp: Noch mehr Tipps zur Bepflanzung von Baumscheiben findet ihr hier:[1]