Lebensraum
Die Honigbiene findet man überall dort, wo es auch Pollen- und Nektarbildende Pflanzen gibt. Sie bleiben immer in der Nähe ihres heimischen Stockes, den sie selbst bauen. Der Bienenstock besteht aus vielen Waben, die nebeneinander liegen. Jede Wabe enthält zahlreiche, sechseckige Zellen, die zur Nahrungsaufbewahrung und zur Bienenaufzucht genutzt werden. Beim Bau des Bienenstocks bilden die Arbeiterbienen ein lebendiges Gerüst. Aus ihren Hinterleibern scheiden sie kleine Wachsplättchen aus, die nach langem Kneten und Kauen zum Bau der Waben genutzt werden können. Die Zellen haben je nach Nutzungsart unterschiedliche Formen und Größen. Körperbau
Beim Körperbau der Biene unterscheidet man zunächst zwischen Kopf, Brust und Hinterleib. Der dreieckige, beim Drohn eher rundliche, Kopf ist Träger der wichtigsten Sinnesorgane der Biene, wie Augen, Fühler, Mundwerkzeuge und lebenswichtige Drüsen. Besonders auffallend sind hierbei natürlich die Facettenaugen, mit denen sie vor allem im Ultraviolettbereich feine Farbnuancen unterscheiden können. An der Brust sitzen beidseitig die Flügelpaare- jeweils Vorder- und Hinterflügel, die beim Flug durch Häkchen miteinander verbunden werden können. Im Hinterleib befinden sich Verdauungsorgane, der Herz- und Blutkreislauf und die Wachsdrüsen.
Fortpflanzung
Die Honigbiene ist ein Staatenbildendes Insekt und kann ohne ihren Verband-dem Bienenvolk- nicht überleben. Innerhalb des Staates gibt es drei Bienenwesen: eine Königin, 10 000- 80 000 Arbeitsbienen (je nach Jahreszeit) und 100-1000 Drohnen. Jede einzelne Biene hat ihre ganz spezielle Aufgabe und alles ist fein aufeinander abgestimmt. Die Königin ist für die Fortpflanzung zuständig. Sie paart sich nur einmal in ihrem vier- bis fünfjährigen Leben und legt von April bis Oktober beständig Eier. Außerdem sorgt sie für den Zusammenhalt im Bienenstaat. Die Königin kann das Geschlecht ihrer Nachkommen bestimmen. In die größeren Zellen legt sie jeweils ein unbefruchtetes Ei, aus dem dann die Drohnen entstehen und in die kleineren Arbeiterzellen jeweils ein befruchtetes Ei. Die unterschiedliche Fütterung unterdrückt bei den Arbeiterbienen die Ausreifung der Geschlechtsorgane. Nur das, in eine konisch geformte Zelle gelegte Königinnenei, wird mit dem berühmten „geleé royal“ gefüttert, welches dazu führt, dass typische Arbeiterinnenmerkmale (Wachs-, Futter- und Duftdrüsen) nicht ausgebildet werden, sondern im Gegenzug dazu, die Geschlechtsorgane.