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Erdkröte, lat.: Bufo bufo

Die Erdkröte wird drei bis zwölf Zentimeter groß, wobei das Weibchen deutlich größer als das Männchen wird. Die Farbe ist Dunkel- bis Hellbraun, der Unterbauch ist etwas heller, meist gesprenkelt. Die Augen der Erdkröte tragen eine auffallende goldene Farbe. Die Männchen unterscheiden sich durch die deutlich kräftiger gebauten Unterarme von den Weibchen; während der Laichzeit tragen sie außerdem dunkle Warzen an den beiden inneren Zehen jeder Hand, die sog. Brunstschwielen. Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal ist auch, dass die Männchen im Gegensatz zu den Weibchen quaken können.

Es gibt bis zu sieben Mal mehr Männchen als Weibchen. Der Klammergriff des Männchens ist so stark, dass im Laichgewässer sich nicht selten ein Klumpen von bis zu 20 Tieren finden – die Tiere in der Mitte des Knäuels sind meist ertrunken.

Lebensraum

Die Erdkröte lebt meist in strukturreichen Mischwäldern, naturnahen Gärten und feuchten Niederungen. Sie laicht in fast allen Gewässern: vom Bergsee bis zum Stadtparkteich.

Im März – nach mehreren Nächten über sieben Grad – beginnt die Laichwanderung. Männchen finden meist schon auf der Wanderung ihr Weibchen und werden von diesem auf den Rücken genommen. Nach Eiablage wandern weibliche Kröten sofort, männliche Kröten verzögert ab und leben isoliert als Einzelgänger. Die Jungtiere wandern etwa im Juni oder Juli aus den Gewässern ab. Um andere Männchen von sich abzuwehren, strampelt das Weibchen mit seinen Hinterbeinen. Männchen ergreifen mit ihren starken Vorderbeinen während der Laichzeit nahezu alles, was für sie nach Erdkrötenweibchen aussieht. Das gilt auch für Männchen. Ein Quaken des festgehaltenen Männchens klärt über den Irrtum auf und führt dazu, dass das andere Männchen das Weite sucht.

Die Kaulquappen der Erdkröte sind klein, im Grunde größer als das Alttier. Erst im Spätstadium reagieren sie nervös auf Lichteinfall. Sie legen Laichschnüre mit mehreren Tausend Eiern ab.

Bedrohung

Die Erdkröte ist die in Deutschland am häufigsten vorkommende Kröte. Aufgrund ihres langsamen Vorankommens ist die Straße eine große Gefahr für sie. Ferner reagiert sie empfindlich auf Insektizide.

Schutz

Erdkröten werden durch das Anlegen von Biotopen, Krötenschutzzäunen und naturnahen Gärten geschützt.

Links zum Weiterlesen

Aktionsideen

Quellen


  • "Quäk Frogg Ribbbbit Ribbit. Frösche, Lurche und Molche - einige heimische Amphibienarten in Steckbriefen." NAJU: 2004.

http://www.hochwasser-special.de/download/amphibienbroschuere.pdf