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Luftverschmutzung – Die Gefahr liegt in der Luft

Früher hieß es „Stadtluft macht frei“, doch heute will manch einer diese Luft nicht mehr freiwillig einatmen. Besonders in den Ballungs- und Industrieräumen sind viele Schadstoffe gemessen worden. Größtes Problem hierbei ist die Ozonbelastung.

Luftverschmutzung macht sich nicht nur dort bemerkbar, wo sie entsteht. Durch den Wind können die Schadstoffe weit übers Land transportiert werden und dort entsprechenden Schaden anrichten. Die Hauptverursacher der „schlechten Luft“ sind Kraftfahrzeuge, Gewerbe und Industrien, aber auch Hausbrände.

Stickstoffverbindungen – die Grundlage für Smog und sauren Regen

Bei fast allen Verbrennungsvorgängen, bei denen sich der Luftsauerstoff mit atmosphärischem Stickstoff verbindet, entstehen Stickstoffoxide. Sie kommen vor allem in den Abgasen von motorisierten Fahrzeugen vor. Aber auch auf dem Land werden diese gefährlichen Stoffe ausgestoßen – sie sind in nitrathaltigen Düngemitteln enthalten. Kraft- und Fernheizwerke gehören ebenfalls zu den Produzenten. Stickstoffoxide spielen bei der Bildung von photochemischem Smog, Saurem Nebel und Saurem Regen eine große Rolle. Umso schlimmer ist es für die Umwelt, dass die Zahl der Autos, die genau diese Giftsubstanz ausstoßen, sich innerhalb von 34 Jahren mehr als verdoppelt hat.

Mit Filter & Co. gegen Schadstoffe

Auch Schwefeldioxid, Nichtmethan-Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Staub belasten unsere Luft. Glücklicherweise konnte der Ausstoß dieser Stoffe in den letzten Jahren reduziert werden. Das ist vor allem auf die verbesserte Abgasfilterung in Autos und Industrieschornsteinen, aber auch auf den verminderten Einsatz von festen, schwefelhaltigen Brennstoffen in Feuerungsanlagen zurückzuführen.

Ozon – oben zu wenig, unten zu viel

Jedes Kind kennt es inzwischen, das Ozonloch. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um ein richtiges Loch. Sobald die Ozonschicht, die gefährliche UV-Strahlung von der Erde fern hält, an einer Stelle weniger als die Hälfte ihrer gewöhnlichen Dicke erreicht hat, spricht man von einem Ozonloch. Während dort oben ein Ozonmangel herrscht, haben wir unten am Erdboden zu viel von diesem Stoff. Verkehr und Feuerungsanlagen produzieren Ozon in zu großen Mengen. Im Sommer steigt der Ozongehalt stets an. Oft wird das Vierfache der normalen Konzentration erreicht, bei Spitzenwerten oft das 15-fache! Doch was in der Höhe lebenswichtig ist, kann uns am Boden sehr gefährlich werden. Ozon kann zu Beeinträchtigung der Lungenfunktion, Augenreizungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und zur Abschwächung des Immunsystems führen.

Gefahren der Luftverschmutzung

Ebenso wie das Ozon können auch die anderen Schadstoffe großen Schaden hervorrufen. Sie führen zu Erkrankungen der Atemwege und zu Kreislaufstörungen. Im schlimmsten Fall kann sogar der Tod eintreten. Dies kommt vor allem während großer Smog-Episoden vor. Die größte Katastrophe ereignete sich 1956 in London: hier sind um die 1000 Menschen an der Luftverschmutzung gestorben!

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Quellen

  • H. Sukopp, R. Wittig (Hrsg.) (1998): Stadtökologie – Ein Fachbuch für Studium und Praxis. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart.

(Jessica Franzen)