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Mauern als Lebensraum

Auch Mauern bieten zahlreichen Lebewesen und Pflanzen einen Lebensraum. Macht euch auf die Suche nach einer interessanten Mauer und beobachtet ihre Bewohner.

Foto von escapechen, pixelio.de

Hintergrund

Die auf den ersten Blick so lebensfeindlichen Mauern können bei richtiger Bauweise viele Tiere und Pflanzen beheimaten. Wichtig ist, dass es sich nicht um zugespachtelte Betonklötze handelt, sondern dass zwischen den Steinen Mauerfugen entstanden sind. Denn Pflanzen und Tiere können nicht auf Beton oder nacktem Stein leben, sondern nur in Ritzen und Spalten. Sobald sich der hohe pH-Wert gesenkt und sich etwas Erde in den Löchern angesammelt hat, können heran gewehte Samen dort ihre Wurzeln schlagen oder Insekten ihre Eier ablegen. Da die Mauern Wärme sehr gut speichern, werden sie von zahlreichen Tieren zum Überwintern genutzt.

Zeit

Die Aktion sollte natürlich nur dann durchgeführt werden, wenn das Leben pulsiert und ihr auch rausgehen wollt, also idealerweise im Sommer. Ein Gruppentreffen sollte dabei ausreichen.

Material

  • Bestimmungsbücher
  • Lupe
  • Notizblock
  • Stifte
  • Fotokamera

Aktion

Sucht euch zunächst eine Mauer, die von vielen Tieren und Pflanzen bevölkert wird. Eine große Artenvielfalt werdet ihr an Trocken- und Natursteinmauern finden. Bestimmt nun die Pflanzenarten, die dort wachsen. Macht euch Notizen, wie häufig und nach welcher Himmelsrichtung ausgerichtet sie dort vorkommen. Nun könnt ihr die Tiere beobachten, nehmt evtl. eine Lupe zur Hilfe. Versucht herauszufinden, warum die verschiedenen Tierarten zu dieser Mauer gekommen sind. Nutzen sie die Pflanzen, um Nektar zu sammeln oder jagen sie hier? Leben sie in den Steinritzen oder haben sie dort Nester angelegt? Fotografiert die einzelnen Mauerbewohner.


Diese Aktionsidee wurde von Jessica Franzen erarbeitet.