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Maulwurf

Der Maulwurf/pixelio.de

Der Maulwurf ist ein sehr nützliches Säugetier. Er ist etwa 17 Zentimeter lang und gräbt im Boden Gänge. Dafür benötigt er lockere Böden, in denen er viel Nahrung findet. Täglich braucht er eine Futtermenge von etwa 50 Gramm - das ist die Hälfte seines eigenen Körpergewichts! Meistens frisst er Regenwürmer, Asseln, Käfer und Insektenlarven, außerdem Schnecken und manchmal sogar Wühlmäuse.

Der Maulwurf ist bestens an seinen Lebensraum “unter Tage” angepasst. Sein dichtes, schwarzes Fell ist sehr kurz, was ihm im Tunnel die schnelle Bewegung in alle Richtungen ermöglicht. Die Ohren werden von Hautlappen vor Verschmutzung geschützt.



Die Augen sind klein, unscheinbar und fast unterm Fell verborgen - deshalb wird auch manchmal vom „blinden“ Maulwurf gesprochen. Blind ist der Maulwurf zwar nicht, aber er sieht wirklich nicht viel. Ist ja auch nicht nötig, da es unter der Erde sowieso immer dunkel ist. Dafür kann er schon die kleinste Erschütterung im Boden spüren. Sein Taststinn und seine Ohren sind so gut, dass er beim Graben seine Nahrung findet. Vierundvierzig scharfe Zähne erleichtern ihm den Beutefang.

Lebensraum

Seine Wohnanlage, ein Netz aus Tunneln und Kammern, gräbt der Maulwurf mit Hilfe seiner Grabhände, die wie große Schaufeln geformt sind. Die dabei anfallende Erde wird nach oben gedrückt und sorgt für die kleinen Hügel an der Oberfläche. Im Boden verbindet er Wohn- und Vorratskammern mit Lauf- und Jagdgängen. In den Gängen krabbelnde Kleinsttiere werden aufgespürt und direkt gefressen oder aber in der Vorratskammer aufbewahrt. Luftkanäle sorgen für die Sauerstoffzufuhr der Anlage.

Ein Maulwurf, der unterirdisch im Rasen oder gar Gemüsebeet unterwegs ist, macht sich allerdings nicht immer zum Freund des Gartenbesitzers. Oft ärgern sich die Menschen, die einen Maulwurf als „Untermieter“ haben. Doch muss man wissen, dass Maulwürfe unter einen besonderen Schutz gestellt sind. Eine Vertreibung aus dem Garten ist allerdings geduldet. Häufige laute Geräusche und Erschütterungen, wie etwa heftiges Trampeln auf dem Boden oder Schlagen gegen einen im Aushub steckenden Holzpfahl stören den Maulwurf enorm und bringen ihn zum Umzug. Ebenso wenig mag er stinkende Brühen aus Holunder, Lebensbaum oder Knoblauch. Diese werden in kleinen Mengen in die Gänge geschüttet (nicht zu viel, der Maulwurf darf nicht ertrinken).

Nutzen

Vielleicht können wir Menschen unseren Garten aber auch mit dem Maulwurf teilen und ihn als guten Partner anerkennen: Mit seinen Gängen lockert und durchlüftet der schwarze Geselle den Boden. Die ausgeworfene Erde lässt sich zum Beispiel für ein Blumenbeet verwenden. Außerdem frisst der Maulwurf jede Menge Schädlinge.