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Moor

Pietzmoor, Lüneburger Heide by Löwenzahn, Pixelio

Unter der Bezeichnung Moor wird ein Gebiet verstanden, in dem unter langfristig wassergesättigten Verhältnissen organisches Material unvollständig mineralisiert wird. Das Produkt dieses Vorganges ist der Torf.

Einer Moorbildung liegt entweder eine Gewässerverlandung oder eine Versumpfung terrestrischer Lebensräume zu Grunde.

Wird ein Torflager von mineralstoffhaltigem Grundwasser gespeist, entwickelt sich ein Niedermoor. Mit stetem Wachstum des Torfkörpers vermindert sich mehr und mehr der Einfluss dieser Wasserquelle und eine stärkere Abhängigkeit vom Niederschlagswasser stellt sich ein. In dieser Phase spricht man von einem Nieder- bzw. Zwischenmoor. Sobald eine vollständige Abkopplung vom Grundwasser erfolgt ist oder nie gegeben war, wird das Ökosystem zum Hochmoor.

Je nach Art der Wasserspeisung teilt man die Moore in hydrologisch-entwicklungsgeschichtliche Typen ein. Hierzu zählen die durch mineralstoffreiches Grund- und Oberflächenwasser (minerogen) gespeisten Grundwassermoore. Wobei Verlandungsmoor, Versumpfungsmoor und Kesselmoor topogener Natur sind, d.h. durch stehenden Wasser gekennzeichnet. Quellmoor, Hangmoor und Durchströmungsmoor bezeichnet man als soligen. Sie sind durch fließendes Wasser gekennzeichnet. Moore, die einem periodisch wechselnden Wasserstand unterliegen nennt man Überflutungsmoore. Unter die Bezeichnung Regenmoore, welche durch mineralstoffarmes Niederschlagswasser geformt wurden (ombrogen) und so unabhängig vom Grundwasser sind, fällt nur ein Moortyp gleichen Namens.

Aktionsideen

Quellen

Dierßen,K u. B.(2001):Moore, Verlag Eugen Ulmer GmbH & Co., Stuttgart (Hohenheim)

Gendera, S. (2004):Die Odonatenfauna des Dubringer Moores