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Park

Parkanlagen sind große Grünflächen, die nach den Regeln der Gartenkunst gestaltet werden und zur Verschönerung sowie zur Erholung dienen. In Städten bieten Parks naturnahe Freiräume und prägen das Erscheinungsbild. Naturräume in Städten steigern die Lebensqualität und sorgen für ein gesünderes Arbeits- und Wohnungsumfeld. Parks sind gesellschaftliche Begegnungsstätten mit Spiel- und Sportbereichen, Ruhe- und Erholungsbereichen sowie stadtklimatischer Ausgleichsräumen. Gerade für den wenig mobilen Anteil der Bevölkerung, beispielsweise Kinder und ältere Menschen, ist es wichtig, ausreichend Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung zu haben. Mit Parks ist das "Naturerleben" auch in dicht besiedelten Gebieten möglich.

Wissen


Parkanlagen entstanden aus der Gartenkunst heraus. Diese gibt es seit dem Altertum und kommt in nahezu allen Kulturen vor. Der erste Garten der Menschheitsgeschichte ist nach christlichem Glauben der „Garten Eden“, das Paradies. Demnach besitzt jeder Garten ein Stückchen Paradies.

Ihre Hochzeit erfuhr die Gartenkunst im feudalistischen Frankreich. Der Barockgarten war pompös und repräsentativ. Fremde und exotische Pflanzen wurden angesiedelt und in Reih und Glied angeordnet. Diese Gärten zeigen ein verändertes Naturideal, indem die Macht über die Natur ausgedrückt wird. Es handelte sich um Privatgärten von Reichen und Mächtigen.

Erst später, im 19. Jahrhundert, mit wachsendem Einfluss des Bürgertums und rasch anwachsenden Städten, wurden Bürgerparks und Volksparks errichtet. Diese Parks wurden im landschaftlichen Stil gestaltet. Sie wurden mit naturkundlichen Lehrpfaden, Gewächshäusern, Tiergehegen, Denkmälern und Statuen ergänzt.

Mit der industriellen Revolution Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden neue Probleme in den rasant anwachsenden Städten. Dichte Bebauung und viel Industrie sorgten für Massenelend und Umweltprobleme. Volksparks waren nicht mehr nur Schmuckanlagen, sondern bekamen in den Städten funktionale Aufgaben: Auflockerung der engen Bebauung, Stadthygiene und Erholung für die Anwohner. Die vernachlässigten Arbeiterquartiere sollten mit Grünflächen versorgt werden. Bäume und Pflanzen sollten der steigenden Luftverschmutzung entgegenwirken.

In der Weimarer Republik gab es einen regelrechten Volkspark-Boom. Der Park wurde zu einem Aushängeschild der sozialdemokratischen Stadtpolitik. Die Erreichbarkeit von Parks sollte für alle Bürger sichergestellt sein. Zusätzlich erkannte man den politischen Nutzen von Parkanlagen. Mit verschiedenen Freizeitangeboten für die Bürger wurde Zufriedenheit und damit auch politische Stabilität erzeugt. Der Volkspark orientiert sich an ästhetischen, sozialen und ökologischen Faktoren sowie den gesellschaftlichen Bedürfnissen. Eine neue Art von Naturverständnis setzte sich durch. Statt besonders exotische Pflanzen zu verwenden, wurden heimische und traditionelle Pflanzen angepflanzt. Trotz der allmählichen Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten, bleiben Gärten und Parks eine künstlich erschaffene Landschaft, die ständige Pflege und Eingriffe in die Natur benötigt.

Arten von Parks


  • Stadt- oder Bürgerpark
  • Vergnügungs- oder Freizeitparks
  • Volkspark
  • Windpark
  • Wild- oder Tierpark
  • Schlosspark
  • Trümmerpark
  • Botanische Gärten
  • Sportpark

Aktionsideen


Links zum Weiterlesen

Quellen


  • Ermer, Klaus, Renate Hoff und Rita Mohrmann (1996): „Landschaftsplanung in der Stadt“. Eugen Ulmer 1996.
  • DBV-Jugend (1985): „Stadtökologie“. Schriftenreihe 3.