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Paten für Straßenbäume

Bäume haben es im Siedlungsraum oft sehr schwer. Im Unterschied zu den Bäumen im Wald haben Stadtbäume häufig kaum Platz zum Wachsen und Gedeihen. Straßen und Gehwege sind versiegelt und das Einzige, was den Bäumen noch bleibt, sind kleine Grünflächen um den Stamm herum, so genannte "Baumscheiben". Doch diese sind oft vermüllt und werden als Hundeklo oder Abstellplatz für Fahrräder und Mofas genutzt. Als Paten könnt ihr die Lebensbedingungen eines Straßenbaumes verbessern und gleichzeitig zu einem schöneren Wohnumfeld beitragen!

Hintergund

Durch die kleinen Freiflächen um die Straßenbäume herum soll die Versorgung der Wurzeln mit Nährstoffen und Feuchtigkeit gesichert werden. Gerade zwischen dem ganzen Asphalt und Beton sind solche Baumscheiben besonders wichtig für das Überleben eines Baumes. Allerdings nutzen sie wenig, wenn sie zum Beispiel mit Fahrzeugen zugestellt werden. Hierdurch verdichtet sich der Boden und die Wurzeln werden nicht mehr optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgt.

Indem ihr eine Patenschaft übernehmt und die Baumscheiben pflegt und richtig bepflanzt, könnt ihr eine falsche Nutzung dieser Flächen verhindern und dafür sorgen, dass es den Stadtbäumen wieder besser geht.

Zeit

Wann ihr mit dieser Aktion anfangt, hängt von der Baumart ab, die ihr pflegen wollt. Zur Vorbereitung sollte es einige Gruppentreffen geben, danach solltet ihr den Baum längerfristig, im Optimalfall das ganze Jahr lang betreuen.

Material


  • Gartengeräte
  • Pflanzmaterial
  • Ggf. Material für die Einzäunung o.ä.
  • Genehmigung des Grundbesitzers und/oder der zuständigen Behörde
  • Angemessene Kleidung
  • Erste-Hilfe-Set

Aktion

Vorbereitung:

  • Findet bei der Stadt (Grünflächenamt oder Naturschutzbehörde) heraus, ob sie Baumscheiben-Patenschaften unterstützt. In diesem Fall könnt ihr dort direkt eine Patenschaft beantragen und erhaltet nähere Informationen.
  • Andernfalls müsst ihr selbst mit dieser Idee an die zuständige Behörde herantreten und euch dort eine Genehmigung einholen. Am besten, ihr sucht euch schon vorher "euren" Baum aus und tragt euer Anliegen mit konkreten Ideen vor, denn so könnt ihr am besten überzeugen!

Durchführung:

  • Wenn ihr eine Genehmigung für die Pflege einer Baumscheibe habt, könnt ihr euch Gedanken zur Gestaltung der Baumscheibe machen. Berücksichtigt dabei die bestehenden Probleme und sucht nach Lösungsmöglichkeiten.
  • Mit einer Einzäunung könnt ihr verhindern, dass die Baumscheibe weiterhin als Parkplatz genutzt wird.
  • Baumscheiben sind kein Hundeklo! Vielleicht könnt ihr mit einem entsprechenden Schild den ein oder anderen Hundebesitzer hiervon überzeugen.
  • Ist die Oberfläche der Baumscheibe sehr verdichtet, kann die Erde einige Zentimeter tief mit einer Hacke aufgelockert werden. Jedoch aufgepasst: Bei allen Arbeiten sollten die Wurzeln des Baumes möglichst nicht beschädigt werden!
  • Macht euch Gedanken zur Bepflanzung: Die Auswahl von Stauden oder bodendeckenden Gehölzen sollte dem Standort angepasst sein. Oftmals müssen sie unter den Bäumen, im Schatten gepflanzt werden. Tipps kann euch das Grünflächenamt oder die örtliche NABU-Gruppe geben.
  • Ihr bemerkt, dass die Baumscheibe für diesen großen Baum eigentlich viel zu klein ist. Vielleicht habt ihr eine Idee, wie man sie vergrößern könnte? Tragt diese Idee an die zuständige Behörde heran!
  • Für den Pflanztermin könnt ihr eine Pressemitteilung machen und so die Öffentlichkeit über die Möglichkeit einer Patenschaft und die richtige Pflege informieren.
  • Dokumentiert eure Aktion mit Fotos und Berichten!

Nachbereitung:

  • Nach eurer Aktion heißt es, die Baumscheibe weiterhin kontinuierlich zu betreuen. Hierzu zählen das Gießen (vor allem nach der Pflanzung und in heißen Sommermonaten) sowie die Pflege der Pflanzung. Stellt einen Plan auf: Wer ist wann zuständig?

Diese Aktionsidee wurde von Hanne Kralemann erarbeitet.