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Smog – die neblige Gefahr

M.Schuster_pixelio.de

Die ganze Straße ist mit einem gräulichen Schleier überzogen, die Sonne ist nirgends zu sehen und dir brennen die Augen? So oder ähnlich äußert sich Smog, eine der größten Umweltbelastungen der heutigen Zeit.


Der erste Smogalarm der Geschichte

Am 17. Januar 1979 wurde in Deutschland der erste Smogalarm gegeben. Per Rundfunk wurden die Bürger über die Ausnahmesituation informiert: Autofahrer sollten ihre Autos stehen lassen und Kreislauf- sowie Asthmakranke sollten besser gleich zu Hause bleiben. Doch was versteht man eigentlich unter Smog? Das Wort Smog setzt sich aus den beiden englischen Wörtern Smoke (Rauch) und Fog (Nebel) zusammen. Als Smog bezeichnet man starke Anreicherungen von Luftverunreinigungen, aber auch von Strahlung (sog. Elektrosmog). Wenn die in der Luft enthaltenen Schadstoffe aufgrund austauschwarmer Wetterlagen (sog. Inversionen) nicht mehr in höhere Luftschichten entweichen können, entsteht leicht Smog. Im Winter kann es vor allem in Tallagen zu sogenannten Saurem Smog kommen, der in erster Linie Schwefeldioxid und Staub, aber auch Stickoxide und Kohlenmonoxid enthält.


Metropolen-Smog

Hauptsächlich unterscheidet man bei Smog zwischen den Typen London- und Los-Angeles-Smog. London–Smog kommt meistens in der Zeit von November bis Januar in den Ballungsgebieten der gemäßigten Zonen vor. Also auch bei uns, vor allem in Berlin, Hamburg, Hannover und im Ruhrgebiet. Zu den am häufigsten vorkommenden Schadstoffen zählen: Schwefeldioxid, Rußteilchen und Kohlenmonoxid. Der Los-Angeles-Smog kennzeichnet sich dadurch, dass er von Juli bis September in eher subtropischen Gebieten auftritt. Die häufigsten Schadstoffe sind: Stickoxide, Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid und vor allem Ozon. Ozon entsteht bei intensiver Sonneneinstrahlung aus Umsetzungen von Stickoxiden und Kohlenwasserstoff mit dem Sauerstoff aus der Luft. Jetzt drängt sich einem doch eine ziemlich konkrete Frage auf: Was kann man gegen Smog tun? Die Industrie und Autos sind die Hauptverursacher für Smog. Durch ihre Schornsteine und Auspuffe gelangen die gefährlichen Schadstoffe in die Atmosphäre.


Gegenmaßnahmen

Folgende Maßnahmen können den Ausstoß verringern:

  • Einbau wirksamerer Filteranlagen in Industriebetrieben und Kraftwerken
  • Verwendung schadstoffarmer Erdöl- und Kohleprodukte
  • Tempolimits auf Autobahnen; Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf Land- und Stadtstraßen
  • Förderung der Umstellung auf umweltfreundlichere Energien, wie zum Beispiel Ökostrom.
  • Und natürlich nicht zu vergessen. Das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad. Auch Solarautos kommen immer mehr in den Trend.

Dadurch, dass wir Smog verhindern, tun wir nicht nur was für unsere Umwelt, sondern auch direkt etwas für uns. Smog löst nämlich, durch die hohe Konzentration an Schadstoffen, viele Atemwegs- und Kreislauferkrankungen aus. Ein trauriges Beispiel hierfür ist die große Smog–Katastrophe von 1952 aus London. An die 4000 Menschen kamen dabei um!!! SMOG VERHINDERN ist also die Devise, damit die nächsten Generationen das Wort nur noch aus Geschichtsbüchern kennen lernen!!


Verfasser: Aline Foschepoth im Rahmen der Kampagne "Die Entsiegler"

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Quellen

M. Häfner, Umweltschutz – Das Öko-Testbuch zur Eigeninitiative W. Knoch, Wasser Abwasser Abfall Boden Luft Energie – Das praktische Umweltschutzbuch für jeden