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Streuwiese

Merkmale

Streuwiesen sind Wiesen, die nur einmal im Jahr (August/September) gemäht werden, um Gras zur Stalleinstreu zu gewinnen. Sie sind in der Regel gekennzeichnet durch sumpfige Standortverhältnisse, die eine intensivere Grünlandnutzung ausschließen. Eine typische Pflanzenart der Streuwiese ist z.B. das Pfeifengras.

Kulturgeschichte

Die Streuwiesennutzung geht vermutlich auf die Neuzeit zurück, als auch ungünstige Bereiche der Landschaft in die Nutzung einbezogen wurden. In Streuwiesen leben viele gefährdetet Pflanzenarten, die wegen ihrer langen Entwicklungszeit bis zur Fruchtbildung auf einen späten Mahdtermin angewiesen sind. Besondere Bedeutung haben Streuwiesen auch für Wiesenbrüter.

Vorkommen

Streuwiesen gehörten voe allem in sumpfigen Niederungen zum typischen Bild der historischen Kulturlandschaft. Weil moderne Stallhaltung ohne Einsteumaterial auskommt und sumpfige Standorte meist entwässert wurden, sind Streuwiesen heute extrem selten.

Gesetzlicher Schutz

Streuwiesen erfüllen die Merkmale eines geschützten Biotops und werden von den Naturschutzbehörden erfasst.

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