Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Der Teakbaum (lat.: Tectona grandis)

Foto von caspermoller, flickr.com

Wissen

Teak liefert eines der schönsten und besten Hölzer der Welt. Das kräftig-braune und glänzende Kernholz setzt sich deutlich gegen das schmale, helle Spiltholz ab. Der Geruch des frischen Holzes erinnert an Leder. Schnelled Wachstum, seine edle Färbung und die hohe Witterungsbeständigkeit machen Teak zu der beliebtesten Holzart der Regenwälder.

Den einen gilt es als ganz besonders gutes Edelholz, den anderen als Umweltfeind Nummer eins. Letztere kann man gut verstehen, denn für Teak wird oft genug Regenwald gerodet. Die jungen Bäumchen, die dann als viel gerühmtes Teak teuer verkauft werden, haben aber wenig mit dem Prädikat "besonders gutes Edelholz" zu tun. Diesem Ruf werden erst Bäume gerecht, die 50 Jahre in Ruhe und am Besten in einem Mischwald wachsen konnten.

Botanisch gesehen gehört Teak zu der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in den Monsunwäldern Süd- und Südostasiens heimisch. Heutzutage wird Teak aber, um der großen Nachfrage zu entsprechen, in den gesamten tropischen Breitengraden angepflanzt. Als Lichtbaumart benötigt Teak in allen Lebensstadien volles Licht, und fühlt sich bei Temperaturen zwischen 24 und 25 Grad Celsius am wohlsten. Natürliche Teakwälder wachsen auf Kalk- und Tonböden und kommen in Höhen von 400 bis 900 Metern vor. Die Bäume selbst können bis zu 35 Meter hoch werden und erreichen bei guter Pflege sehr lange, astfrei Stammlängen mit einem Brusthöhendurchmesser von bis zu 100 Zentimeter. Die Krone ist recht dicht und spendet viel Schatten.

Nutzung

Foto von back garage, flickr.com

Die Hauptnutzung des Teakbaumes betrifft sein Holz. Neben den hohen, astfreien Stämmen machen seine besonderen Eigenschaften das Holz wertvoll. Es läßt sich gut verarbeiten und trocknet ohne Reißen und Werfen. Durch seine natürlichen Öle bleibt die Oberfläche auch ohne Nachbehandlung ansehnlich und wetterfest. Wegen dieser Eigenschaft hat Teak einen sehr hohen Bekanntheitsgrad und es gibt eine entsprechend hohe Nachfrage auf dem Markt. Um diese zu befiedigen wurde und wird für Teak Raubbau am Regenwald begangen. Ein Alternativangebot an Teakholz aus Plantagen, die in der Regel keine nachhaltige Aufforstung betreiben, ist aber heutzutage vorhanden. Dieses Teakholz stammt allerdings meist aus reinen Monokulturen. Wer umweltbewußt einkaufen möchte, sollte ausschließlich auf nachhaltig bewirtschaftetes Holz aus Mischkulturen zurückgreifen!!!

Phänologie

Teakbäume blühen in der Regenzeit, zwischen Juni und September. Und auch nur dann, wenn sie älter als fünf Jahre sind. Insekten sind für die Bestäubung zuständig und wenn die geklappt hat, erfolgt die Fruchtreife etwa drei Monate später. Die Früchte sind bräunliche, kugelige Steinfrüchte von ein bis anderthalb Zentimeter Durchmesser.


Aktionsideen

Quellen

www.forestfinance.de