Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Terrassenacker

Merkmale

Terrassenäcker finden sich vor allem in den Hanglagen des Berglandes und bestehen aus mehreren, mehr oder weniger parallel zur Höhenlinie verlaufenden Hangstufen (Ackerterrassen). Der Terrassenacker ist im Vergleich zum steilen Hang vergleichsweise eben und hat je nach Hangneigung ein Breite von zwei bis zehn Metern, so dass der Hang getreppt wirkt. Steile Terrassenhänge zwischen Terrassenäckern heißen Stufen- oder Hochraine und wurden mit Grasbewuchs, Wallhecken oder Lesesteinwälle gegen Erosion geschützt. Ein Höhenunterschied am Übergang von Wald oder Grünland zu einem unterhalb gelegenen Acker wird Kulturwechselstufe genannt und ist durch Bodenabtrag auf den Acker entstanden.

Kulturgeschichte

Terrassenäcker wurden in Europa seit dem Mittelalter zur Ausdehnung der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Hanglagen angelegt und sind Relikte des mittelalterlichen bis neuzeitlichen Ackerbaus. Sie entstehen durch Hangseitigen Bodenabtrag und talseitigen Bodenauftrag. Die Bodenumlagerungen wurden von Hand vorgenommen oder entstanden durch Pflügen. Weil sich Terrassenäcker durch Änderung der Hanggefällerichtung in Wölbäcker fortsetzen, treten Terrassen- und Wölbäcker im Bergland oft vergesellschaftet auf. Terrassenäcker finden sich in Gebieten mit höherer Hangneigung. Da die ackerbauliche Bewirtschaftung heute zu aufwändig ist, werden die Gebiete mit Terrassenäckern vorwiegend als Grünland oder Forst genutzt.

Links zum Weiterlesen

Literaturtipps: Bron (1989), Denecke (1979), Küster (1995), Ratjens (1979)