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Vogelschutzrichtlinie

Falke auf Verbotsschild by Peter-Martinschledde, Pixelio

Die Vogelschutzrichtlinie beschäftigt sich mit dem grenzübergreifenden Schutz der im europäischen Gebiet der Mitgliedsstaaten wildlebenden Vogelarten, bei denen es sich zum größten Teil um Zugvögel handelt.

Hier wird deutlich, weshalb gerade die länderübergreifende Gesetzgebung notwendig ist. Vorrangiges Ziel ist es, der Zerstörung und Verschmutzung der Lebensräume und den durch den Handel bedingten Problemen des Fangs und der Ausrottung durch den Menschen entgegen zu wirken.

In den Anhängen der Richtlinie werden, je nach Gefährdung, die Vogelarten den unterschiedlichen Schutzkategorien zugeordnet. Die Vorgaben reichen von Lebensraumschutz (Anhang I) über Jagderlaubnis (Anhang II) bis hin zur Freigabe für den Handel (Anhang III):

„Auf die in Anhang I aufgeführten Arten sind besondere Schutzmaßnahmen hinsichtlich ihrer Lebensräume anzuwenden, um ihr Überleben und ihre Vermehrung in ihrem Verbreitungsgebiet sicherzustellen.“ (Art.4 Abs.1 Vogelschutzrichtlinie)

„Die in Anhang II aufgeführten Arten dürfen aufgrund ihrer Populationsgröße, ihrer geographischen Verbreitung und ihrer Vermehrungsfähigkeit in der gesamten Gemeinschaft im Rahmen der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften bejagt werden.“(Art.7 Abs.1 Vogelschutzrichtlinie)

Das Verhältnis zur FFH-Richtlinie erklärt sich aus Art.3 Abs.1 der Richtlinie 92/43/EWG. Das ökologische Netz „NATURA 2000“ umfasst neben den FFH-Gebieten auch die von den Mitgliedsstaaten ausgewiesenen besonderen Schutzgebiete aufgrund der Richtlinie 79/409/EWG.

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