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Wallhecke

Merkmale

Eine Wallhecke ist ein mit Bäumen oder Sträuchern bewachsener Wall; andere Bezeichnungen sind Euwer, Oiwer oder Knick. Die klassische Wallhecke hat beiderseits parallele Gräben, aus denen das Material für den Wall entnommen wurde. Diese Gräben können heute verfüllt oder verlandet sein. Steht die Hecke aus einem Wall aus Steinen, spricht man auch von einem Steinknick. Ein Weg zwischen zwei parallelen Wallhecken (Doppelknick) heißt Redder. Trittstufen zum Überqueren eines Grabens einer Wallhecke heißen Stegel oder Steggelsch. Ehemalige Wallhecken können sich mangels Pflege zu Baumreihen oder zu unbewachsenen Wällen entwickeln.

Kulturgeschichte

Die meisten Wallhecken und Wälle entstanden im Anschluss an die Markteilungen (Ende des 18. Bis Mitte des 19.Jahrhunderts), als neu zugeteilte Parzellen durch Wallhecken zu umgrenzen waren. Dadurch war es endlich möglich Viehherden ohne Hirten weiden zu lassen. Hierbei sind ganze Heckensysteme entstanden, die noch immer viele Landstriche prägen. Älter sind die Wallhecken der Ringwälle um den Esch, der die Kulturflächen vor dem in der Allmende weidenden Vieh schützte.

Gesetzlicher Schutz

Laut Naturschutzgesetz ist die Beseitigung bzw. die Beeinträchtigung von Wallhecken verboten. Pflegenmaßnahmen (z.B. Schnitt) sind erlaubt.

Links zum Weiterlesen

Literaturtipps: AfA Oldenburg (1997), Pott (1988) und (1989), Schupp und Dahl (1992), Siebels (1954)

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