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WASSER

Das Außergewöhnliche an Wasser und seinem Verhalten bei verschiedenen Temperaturen lässt sich schon daran erkennen, dass man häufig Temperaturen in Grad Celsius misst: Null Grad entspricht dem Gefrierpunkt von Wasser und 100 Grad seinem Siedepunkt. Unsere Temperaturskala orientiert sich also am Gefrier- und Siedepunkt von diesem in Massen vorkommenden und lebenswichtigen Stoff.

Regentropfen auf Rosenblättern Foto von Peter Kirchhoff/pixelio.de

Die Eigenschaften des Wassers sind immer wieder verblüffend und faszinierend! Bei großer Hitze wirkt verdunstendes Wasser kühlend, weil durch den Verdunstungsprozess Energie verbraucht wird. Das kalte Eis kann stattdessen wärmend sein, denn Schnee und Eis isolieren. Durch Gefrieren in Felsspalten kann Wasser Felsen sprengen. Sogar einzelne Wassertropfen können Steine aushöhlen, wenn sie nur stetig genug fallen. Gefroren bildet Wasser wunderschöne Eiskristalle, von denen jedes einmalig ist, denn zwei gleiche Eiskristalle hat man noch nicht entdeckt. Wasser setzt sich der Schwerkraft entgegen und steigt in Erdböden auf. Wasser lässt Wüsten zum Leben erwecken und kann als Riesenwelle eine tödliche Gefahr darstellen.

Wasser ist also nicht gleich Wasser, sondern kann ehre in viele untrschiedliche Arten unterteilt werden.

Wasserarten

Wasser ist in all seinen Formen wichtig. Jedes nimmt seinen Platz ein und stellt einen wichtigen Teil der ganzen großen Lebensgemeinschaft auf unserem Planeten, der Natur, dar. Schließlich wird unsere Erde nicht aus Zufall auch als "blauer Planet" bezeichnet (siehe Kapitel 5).

Wichtig ist, dass das Wasser -egal ob süß oder salzig- sauber ist. Denn im und vom Wasser leben eine enorme Vielzahl an verschiedenen Organismen und Lebewesen, die für eine biologische Vielfalt sorgen. Für uns Menschen ist vor allem das Süßwasser wichtig, weil wir das zum Trinken brauchen. Eigentlich ist Süßwasser all das Wasser, was nicht in den salzigen Meeren enthalten ist. Schauen wir uns aber die Mengenverteilung an, wird uns schnell klar, dass das der weitaus kleinere Teil des weltweiten Wasserangebotes ist:

  • 2,1% ist als Eis in Gletschern und an Nord- und Südpol gespeichert (würde alles Eis der Erde schmelzen, würde der Meeresspiegel um ca. 80m ansteigen!)
  • 0,6% liegt als Grundwasser im Boden, wo es teilweise vom Menschen genutzt wird, aber auch durch das Einsickern von Düngemitteln, Chemikalien und Gift ungenießbar werden kann
  • 0,01% des Wassers ist in Form von Seen und Flüssen an der Erdoberfläche zu finden und auch von Verschmutzung und Übernutzung bedroht
  • 0,001% fliegt ständig in Wolkenform in der Luft herum und fügt sich als Regen wieder in den Wasserkreislauf ein. Zur Veranschaulichung: Diese Menge entspricht etwas dem 260fachen des Inhalts des Bodensees!

Probleme die Stadt und Industrie mit sich bringen

Die Entsiegler_NAJU
  • Durch zunehmendes Wachstum der Bevölkerung und der Industrie in den Städten, tritt das Problem mit dem Wasser, vielmehr mit dem Abwasser, immer mehr in den Vordergrund
  • Zwar wurden Flüsse und Bäche schon immer zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt, wie z.B. im Mittelalter von den Gerbern, Hutmachern, Filzherstellern und Färbern, sie verwendeten allerdings natürliche Stoffe, die von den Gewässern wieder abgebaut werden konnten
  • Heutzutage können die Abwässer nicht mehr ohne Filterung und Klärung in die Flüsse geleitet werden
  • In den Kläranlagen werden die Abwässer zum größten Teil gereinigt, doch nicht alle Verunreinigungen können beseitigt werden
  • Bei der Reinigung helfen Mikroorganismen, die sich von den organischen Bestandteilen in den Abwässern ernähren. Diese reagieren jedoch ziemlich empfindlich auf giftige Stoffe. Es findet ein verringertes Wachstum statt oder aber es kommt zum Absterben ganzer Populationen


Was kann man zum Gewässerschutz beitragen?

  • Verminderte Nutzung von WC- Beckensteinen, scharfen Putzmitteln, Abflußreinigern und Desinfektionsmitteln ,die die Mikroorganismen in den Kläranlagen schädigen könnten
  • Außerdem gehören nicht ins Abwasser: Lackreste, Verdünner, Pinselreiniger, Altöl, Nagellackentferner oder Bratfett
  • Worauf man weiterhin achten sollte ist die sparsame Verwendung von Waschmitteln, da sie Enzyme, Phosphate und einige andere Stoffe in die Abwässer einbringen
  • Allgemein sollte man auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser achten, da wir die Grundlagen für das Leben unserer Kinder und Enkelkinder heute schaffen


Woher kommt das Trinkwasser?

Ohne Wasser wäre auf unserem Planeten kein Leben möglich. Aber nur ein kleiner Teil des Wassers auf der Erde ist Süßwasser - also trinkbar. In vielen Ländern gibt es nicht genug Wasser, so dass die Menschen dort sehr sparsam damit umgehen müssen.

Auch bei uns ist Trinkwasser nicht selbstverständlich, obwohl wir doch nur den Wasserhahn andrehen müssen. Hast du dich schon einmal gefragt, woher das Trinkwasser kommt? Und was passiert damit, wenn du die Klospülung drückst?

Unser Trinkwasser kommt aus Seen und Flüssen, von Quellen oder aus dem Grundwasser, das für uns besonders wichtig ist. Grundwasser ist aus Regenwasser entstanden, das durch verschiedene Erd- und Gesteinsschichten nach unten wanderte und auf seinem Weg durch den Boden immer sauberer wurde, weil der Schmutz an den Erdkrumen und Steinchen hängen bleibt. Das Grundwasser sammelt sich tief unter der Erde auf einer Schicht, die kein Wasser mehr durchlässt.

Heute sind Flüsse, Seen und teilweise auch das Grundwasser durch Umweltgifte verschmutzt. Deshalb muss das Wasser, das von den Wasserwerken nach oben gepumpt wird, erst einmal in Wasseraufbereitungsanlagen gereinigt werden, bevor wir es als Trinkwasser nutzen können.

Mineralwasser stammt aus Quellen, die vor Verschmutzungen geschützt sind. Deshalb kann man es so trinken, wie es aus der Natur kommt.

(Karin Klaus)

Der blaue Planet

Der blaue Planet Foto von Maren Treffer/jugendfotos.de

Im Wasser liegt nicht nur der Ursprung allen Lebens, auch zum Erhalt des Lebens auf der Erde und zur Artenvielfalt trägt es erheblich bei. Auf den ersten Blick scheint es ausreichend Wasser auf unserem Planeten zu geben. 71% der Erdoberfläche werden von Wasser, nämlich den Meeren eingenommen!Diese sind ein wichtiger Teil unseres Planeten, in ihnen ist das Leben entstanden (das Leben im Meer ist circa 1000mal älter als der Mensch!) und sie stellen den Lebensraum von einer unvorstellbaren Zahl unterschiedlicher Organismen dar. Ein Drittel des Sauerstoffs, den wir atmen und eine Menge an Nahrung (vor allem Fisch) kommt ebenfalls aus den Tiefen der Meere.

Leider ist der Lebensraum Salzwasser auch so gefährdet wie artenreich. Korallen, Mangroven, Fischbestände – sie alle werden Opfer des Menschen und seiner Aktivitäten. Lange Zeit wurde der Lebensraum Meer zu wenig beachtet – über die Tiefsee, dem dunklen Bereich ganz unten am Meeresboden – weiß man zum Beispiel noch sehr wenig.







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