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Weide (lat. Salix)

Foto von Joujou, pixelio.de

Wissen

Wenn über Weiden, die mit den Pappeln verwandt sind, gesprochen wird, wird zwischen Baum- und Strauchweiden unterschieden. Der Großteil der Weiden wächst in Strauchform, nur einige Arten wie die Silber- und Weißweide werden zu großen Bäumen. Die bekannte Trauerweide ist eine Unterart der Silberweiden.

Die Silberweide ist auch die Weidenart, die in Deutschland am meisten verbreitet ist und Baum des Jahres 1999. Man findet sie von Norddeutschland bis zu den Alpen. Außerdem kommt sie in weiten Teilen Europas und in vielen Regionen auf der ganzen Welt vor, was an ihrer Flexibilität gegenüber vielen Standorten liegt. Besonders oft begleiten Weiden dabei Flussläufe, da die Bäume auf wasser- und nährstoffreiche Böden angewiesen sind. Daher ist sie auch in Auwäldern, Mooren und an den Ufern von Teichen und Seen anzutreffen. Ebenso gibt es sie häufig in Parkanlagen zu sehen.
Foto von Gerd Pfaff, pixelio.de
Verschiedene Weidenarten wie die Silberweide können zwischen zwanzig und dreißig Metern hoch werden. Häufig werden sie aber schon in geringerer Höhe beschnitten, um die nachwachsenden Weidenzweige zu nutzen. So entstehen die bekannten Kopfweiden, die auch geschneitelt werden müssen, um nicht unter dem Gewicht ihrer eigenen Äste zusammenzubrechen.

Weiden können sehr schnell wachsen, werden dafür aber nicht sehr alt, in der Regel nur achtzig bis einhundertzwanzig Jahren. Ausgewachsen sind sie dagegen bereits oft schon nach dreißig Jahren. Sie können einen Stammdurchmesser von bis zu einem Meter erreichen.

Das Holz der Weiden wurde früher intensiv genutzt, heute hat die Nutzung der Weidenäste und des Weidenholzes dagegen nachgelassen. Doch gerade im Bereich der Flechterei wird sie immer noch verwendet, etwa für Körbe, was daran liegt, dass die Ruten sowohl zäh und fest, dabei aber auch biegsam und formbar sind.

Wichtig für die Natur sind Weiden aufgrund ihrer Kätzchen, die im Frühjahr oft überlebenswichtige Nahrungsquellen für Bienen sind. Ebenso werden sie auch von Wild angeknabbert, sodass Weiden oft in Wäldern gepflanzt werden, um die anderen Bäume vor Bissschäden zu schützen. Ebenfalls dienen Weiden zur Befestigung von Hängen, Böschungen und Ufern.

Foto von Karl-Heinz Liebisch, pixelio.de

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Quellen