Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Wolken

Entstehung

Datei:Schäfchenwolken.jpg
Schäfchenwolken/pixelio.de

Wasser bedeckt einen großen Teil der Erdoberfläche. Die Sonneneinstrahlung erwärmt das Wasser der Flüsse, Seen und Meere, so dass es irgendwann vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht und Wasserdampf entsteht (=Verdunstung). Vom Erdboden weg wird der Wasserdampf durch Luftströmungen in der Atmosphäre verteilt. In höheren Luftschichten ist es kälter. Hier verwandelt sich der Wasserdampf wieder in Wasser, und zwar in kleinste, schwebende Wassertröpfchen. Das sind die Wolken. Die meisten und dichtesten Wolken treten in den untersten Schichten der Atmosphäre auf, da dort die Konzentration an Wasserdampf und den für die Wolkenbildung wichtigen Kondensationskernen am größten ist. Kondensationskerne sind feinste Partikel (zum Beispiel Staub und Ruß), an denen sich der Wasserdampf anlagert und zu Tröpfchen wächst (=Kondensation).

Benennung

Für eine Wettervorhersage ist unter anderem die Beobachtung und Einschätzung der Wolken relevant. Wolken können nach ihrem Aussehen und ihrer Höhenlage am Himmel charakterisiert werden. Vergleichbar der Pflanzen- und Tierwelt werden Wolken nach Familien, Gattungen, Arten und Unterarten eingeteilt und lateinisch benannt. Diese Einteilung ist auf der ganzen Welt einheitlich. Die vier Wolkenfamilien werden nach den verschiedenen Stockwerken der Wolken, also ihrer Höhe am Himmel, eingeteilt. Zusätzlich unterscheidet man die Wolkengattungen anhand der Form der Wolke. Die Hauptgestalten sind: Schichtwolke (Stratus), Quell- oder Haufenwolke (Cumulus) und eine Mischform zwischen Haufen- und Schichtwolke (Stratocumulus). Schichtwolken entstehen durch großräumiges Aufgleiten und Cumulus-Wolken durch kleinräumiges Aufsteigen erwärmter Luft. Eine nähere Beschreibung der Wolkengestalt, z.B. „faserig“, „niedrig“ oder „mächtig aufgetürmt“, führt schließlich zu der einzelnen Wolkenart; es werden 14 Wolkenarten unterschieden.

Gewitterwolken

Das Aufwachsen einer Gewitterwolke aus einer Haufenwolke kann innerhalb weniger Minuten geschehen und ist beeindruckend anzusehen. Oft kündigt sich ein Gewitter zusätzlich durch aufkommenden Sturmwind an. In der Wolke wird kalte und warme Luft durcheinander gewirbelt. Dabei reiben die kleinen Wassertropfen und Eiskristalle aneinander. So entsteht Elektrizität und es gibt einen gigantischen Funken. Der Blitz kann eine Geschwindigkeit von 100.000 Kilometern pro Sekunde erreichen und eine Temperatur von etwa 30.000 Grad Celsius.

Weil die Luft durch den Blitz stark erhitzt wird, dehnt sie sich schlagartig aus. Es entwickelt sich ein enormer Druck, den wir als lauten Knall hören. Der Donner breitet sich mit Schallgeschwindigkeit aus, das sind 330 Meter in der Sekunde. Weil der Schall langsamer ist als das Licht, hört man den Donner erst einige Zeit nachdem du den Blitz gesehen hast. Die Entfernung des Gewitters lässt sich leicht abschätzen: Man zählt die Sekunden zwischen Blitz und Donner und teilst sie durch drei. Das Ergebnis entspricht etwa der Entfernung des Gewitters in Kilometern.

Gewitterolken/pixelio.de

Verhalten bei Gewitter

  • Am sichersten bist du in geschlossenen Gebäuden. Schließe Fenster und Türen.
  • Auch in Autos, Zügen und Flugzeugen passiert dir nichts – denn der Blitz kann in geschlossene Hüllen aus Metall nicht eindringen.
  • Der Blitz schlägt bevorzugt in den höchsten Punkt der Umgebung ein. Wenn du dich während eines Gewitters draußen befindest, bleibe also auf freien Flächen nicht aufrecht stehen, sondern hocke dich in Mulden oder Talsenken möglichst klein hin.
  • Gehe während eines Gewitters nicht ins Wasser, denn dort schlägt der Blitz oft ein.
  • Lege Metallgegenstände wie Fahrrad oder Uhr weg und halte Abstand dazu – ebenso zu Metallzäunen, einzelnen Bäumen und Waldrändern.

Links zum Weiterlesen