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Abfall

Bin ich Müllmann, oder was? Das fragst du dich jetzt vielleicht. Aber das Problem mit unserem Müll, ja auch deinem, beginnt nicht erst montags morgens, wenn es klingelt und die Männer vom Abfallunternehmen vor deiner Haustür stehen. Der Grund für ihr erscheinen bist indirekt sogar du. Warum? Hier erfährst du mehr:


Abwassersysteme in früheren Zeiten– ein Ausflug in die Geschichte

Im Mittelalter war Abfallentsorgung einfach: Ab aus dem Fenster. Dieser Dreck zog Seuchen an und verpestete die ganze Stadt. Erst vor zweihundertfünfzig Jahren kam dann die Kanalisation ins Spiel. Mit durchschlagendem Erfolg: Cholera oder andere Krankheiten wurden aus den Ballungsräumen vertrieben, die Hygiene zog ein. Das Abwasser wurde in oberirdischen oder unterirdischen Kanalisationen gesammelt, nicht selten so groß, dass man als Mensch bequem in ihnen hätte stehen können, wäre da nicht diese Sch....e überall. Später konnte man für die Ver- und Entsorgung Pumpstationen einsetzen, wie diese in Berlin, von der nur noch der Torbogen übrig ist. Heute sind leider viele Kommunen nicht in der Lage, ihre Wasser- und Abwasserleitungen angemessen zu warten und zu renovieren, was dazu führt, dass Rohrbrüche und Lecks häufig einen nicht unbeträchtlichen Teil vom sauberen Wasser schlicht versickern lassen.

Einmal raus aus der Stadt, kamen früher bei der Klärung des Wassers die Rieselfelder ins Spiel. Hier ließ man das Abwasser über mehrere Becken systematisch reinigen. Diese einfache und sehr natürliche Klärtechnik wurde aber mit Waschpulver, Öl und Chemikalien nicht fertig und war damit Mitte des 20. Jahrhunderts erledigt. Nichtsdestotrotz wurden die Rieselfelder (z.B. in Münster) zu sehr wichtigen Biotopen. Und das System ist keinesfalls aus der Mode. Neue Abwasserkonzepte verbinden verschiedene biologische Flächen-Klärsysteme zum Beispiel zur Aufbereitung von Brauchwasser oder zum Nachklären der Substanzen.

(Bene Sunderhaus)

Wohin mit dem ganzen Müll?

Alle Städte produzieren Unmengen an Müll. Würde man den jährlichen Kölner Hausmüll auftürmen, so bekäme man ein Quader, in dem der Kölner Dom komplett verschwinden würde. Viele Städte regeln ihr Müllproblem durch Deponien. Dort wird der Müll gelagert und verrottet teilweise mit der Zeit. Doch da immer mehr Müll anfällt als verrottet, sind die Kapazitäten der Deponien beschränkt. Ein Problem ist auch, dass Deponien unglaublich viel Fläche brauchen und es immer schwieriger ist, so große Flächen zu finden. Hinzu kommt noch, dass der Boden vor dem giftigen Sickerwasser geschützt werden muss. Um diese Probleme zu beseitigen gibt es in vielen Städten Müllverbrennungsanlagen, in denen der Hausmüll und geringe Mengen Sonderabfall verbrannt werden. Die Asche die am Ende übrig bleibt ist dann um ein vielfaches kleiner als der ursprüngliche Müllberg. Doch auch hier treten Probleme auf. Der Rauch der bei der Verbrennung entsteht kann oft Gifte oder andere gefährliche Stoffe enthalten, die dann die Luft und mit dem Regen auch das Wasser verschmutzen. Eine wirkliche Lösung des Müllproblems gibt es somit noch nicht.


Was kann man zur Müllreduzierung tun?

  • Oft gehört, aber doch nicht gemacht? Die Mülltrennung: Mittlerweile kann man alles richtig trennen und nimmt man sich ein bisschen Zeit und trennt richtig ist man schon aktiver Umweltschützer
  • Recyclingprodukte: Auch die Verwendung von Recyclingprodukten hilft die Müllberge zu reduzieren. Flaschen werden z.B. mehrmals benutzt und dann erst entsorgt. Das schont außerdem die Rohstoffe, die man zu Herstellung benötigt.
  • Kompostieren: Organische Abfälle, wie Küchenreste oder Gartenabfälle, kann man super kompostieren und später in seinem Garten verteilen. So bekommt man kostenlosen Dünger für seine Blumen.

Mehr dazu findet ihr unter Recycling.

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