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=== Weitere Tipps ===
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=== Quellen ===
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Version vom 13:06, 8. Mär. 2011

Inhaltsverzeichnis

Bau eines Fledermauskastens

Helft den Fledermäusen und baut ihnen neue Quartiere. Fledermauskästen sind nicht schwer zu bauen. Mit geeignetem Holz, Säge, Hammer und Schrauben könnt ihr den Fledermäusen eine geeignete "Wohnung" bauen.

Hintergrund


Ein entscheidender Grund für den Rückgang der Fledermäuse ist der zunehmende Verlust von Quartieren – seien es Bäume mit Höhlen, die der Säge zum Opfer fallen, oder Spalten und Nischen an Häusern, die durch den "Ordnungssinn" der Eigentümer verloren gehen. Mit selbstgebauten Fledermauskästen könnt ihr einen kleinen Beitrag leisten, um die Wohnungsnot für die fliegenden Säugetiere zu verringern!

Quelle: Nabu

Zeit


Diese Aktion kann zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden, am besten an regnerischen Tagen. Dabei reicht in der Regel ein Gruppentreffen aus.

Material


  • Holz und Schrauben
  • Dicker Draht zum Aufhängen
  • Werkzeug: Sägen, Schraubenzieher, Bohrer etc.
  • Bleistift und Lineal zum Abmessen der einzelnen Bauteile

Aktion


Es lassen sich zwei Arten von Fledermauskästen unterscheiden: Flachkästen für spaltenbewohnende Arten und so genannte Raumkästen. Letztere dienen als Ersatz für natürliche Quartiere in Specht- und Asthöhlen.

Grundsätzlich können Fledermauskästen überall - im Garten, an Bäumen oder an der Hauswand - erfolgreich aufgehängt werden. Um aus dem gezimmerten "Häuschen" eine bewohnte "Stube" zu machen, solltet ihr einige Dinge beachten:

  • Verwendet unbehandeltes Holz mit einer rauen Oberfläche. Besonders die Rückwand des Kastens muss stark aufgeraut sein, damit sie den Fledermäusen ausreichend Halt bietet, um sich festzukrallen.
  • Die Einflugöffnung sollte an der Unterseite bzw. im unteren Bereich des Kastens angebracht werden, damit die Fledermäuse von unten hineinfliegen und nach oben klettern können. So bleiben sie vor Feinden geschützt!
  • Sollte die Möglichkeit bestehen, Fledermauskästen in Parks oder auch in Wäldern aufzuhängen, dann ist die Erlaubnis dazu von Seiten des Besitzers (Kommune, Forstverwaltung) einzuholen.
  • Die Kästen sollten unbedingt in einer Höhe von mindestens fünf Metern angebracht werden, um von den Fledermäusen überhaupt als mögliches Quartier wahrgenommen und akzeptiert zu werden.
  • Zum Schluss wird der Kasten mit Hilfe von dickem Draht fest angebracht. Der Platz sollte entsprechende Bedingungen aufweisen: Schattige Nordseiten und pralle Sonne lieben die Fledertiere genauso wenig wie Zugluft. Ein geschütztes, etwas feuchtes Plätzchen ist genau das Richtige!

Es kommt vor, dass einige Kästen auch nach geraumer Zeit noch unbewohnt sind und nicht angenommen werden. Fledermäuse sind nämlich recht wählerisch: Sie stellen zum Beispiel bestimmte Ansprüche an Temperatur und Feuchtigkeit ihres Quartiers. Auch werden nie alle Quartiere eines Gebietes besetzt, denn Fledermäuse ziehen gerne einmal um. Erkundigungen bei lokalen Naturschutzgruppen ermöglichen euch bereits bei der Planung, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass eure "Fledermauswohnung" bezogen wird.

Weitere Tipps

Quellen



Diese Aktionsidee wurde von Christopher Bensch und Almuth Gaitzsch erarbeitet.