Dies ist eine alte Version. Zeitpunkt der Bearbeitung: 15:34, 3. Mär. 2011 durch WikiSysop (Diskussion | Beiträge).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unser herzliches Dankeschön gilt den Verfassern des Buches „Spurensuche in Niedersachsen – Historische Kulturlandschaften entdecken“, dem die folgenden Texte und Definitionen entnommen sind, dem Niedersächsischen Heimatbund und Herrn Christian Wiegand.


Inhaltsverzeichnis

Historische Kulturlandschaftsteile

Historische Kulturlandschaftsteile entdecken

Ein „Blick“ für die Spuren historischer Landnutzung

„Man sieht nur, was man kennt“, lautet ein alter Spruch, der besonders für das Entdecken historischer Kulturlandschaftsteil gilt. Einen „Blick“ für historische Spuren bekommt, wer sich vor Augen führt, wie die Landschaft früher genutzt wurde und wie sich dies sichtbar ausgewirkt hat.

Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Lokale Experten fragen
  2. Schriftliche Quellen auswerten (z.B. Dorfchroniken)
  3. Vorhandene Erfassungen auswerten (z.B. Landschaftspläne)
  4. Historische Landkarten auswerten
Tipp: Wenn man eine aktuelle Karte auf transparente Folie kopiert und über die  
historische Karte legt, kann man sich am besten orientieren. Falls die aktuelle und die 
historische Karte nicht denselben Maßstab haben, sollte man die aktuelle Karte beim 
kopieren verkleinern bzw. vergrößern, damit sie passgenau mit der historischen 
übereinstimmt. 


Wie lassen sich historische Kulturlandschaften und ihre Teile erhalten?

Unsere Kulturlandschaft ist einem steten Wandel unterworfen. Wäre es nicht so, würden wir heute keine historischen Relikte finden können. So ist das Werden und Vergehen einzelner Bestandteile der Landschaft von alters her ein normaler Prozess. Das Tempo des Landschaftswandels nimmt allerdings in den vergangenen Jahrzehnten und wohl in Zukunft stark zu. Sei es plötzlich, z.B. beim Bau eines Gewerbegebietes, oder allmählich, z.B. als Folge des landwirtschaftlichen Strukturwandels: „Das Historische“ in der Landschaft kommt uns mehr und mehr abhanden.

Viele historische Relikte der Kulturlandschaft verdanken ihr Überdauern dem Engagement einzelner Personen. Hervorzuheben ist hierbei die ehrenamtliche Arbeit vieler Heimat- und Naturschutzvereine, die z.B. regelmäßig Kopfweiden beschneiden oder Magerrasen von Gehölzaufwuchs befreien. Voraussetzung für das persönliche Engagement ist immer, dass die Bedeutung des Objektes bekannt ist. Mit gutem Willen und Einfallsreichtum lassen sich viel historische Objekte erhalten, ohne dabei wirtschaftliche Prozesse zu behindern. Die Aufklärung der Öffentlichkeit über den Wert historischer Kulturlandschaften bzw. ihrer Teile ist daher sehr wichtig.

Zum Schutz von Natur und Landschaft halten die Gesetze vielerlei verschiedene Instrumente bereit. Grundsätzlich kann man zwischen Flächenschutz (Naturschutzgebiete bis Biosphärenreservate) und Objektschutz (Besonders geschützte Biotope, Naturdenkmale oder geschützte Landschaftsbestandteile) unterscheiden. Dabei weisen die Schutzkategorien unterschiedliche Wirkungsgrade auf.


Glossar historischer Kulturlandschaftsteile

Die folgende Auflistung hat das Ziel, euch die historischen Kulturlandschaften in Deutschland zu beschreiben. Es besteht keine Garantie auf Vollständigkeit, d.h., es kann gut möglich sein, das ihr etwas entdeckt habt, was wir nicht hier gelistet haben.

Mit Hilfe der Informationen auf dieser Seite soll euch dabei geholfen werden, Relikte eurer Umgebung zu entdecken und ihre frühere Funktion und Bedeutung zu erforschen.

Links zum Weiterlesen

Aktionsideen


Für weiterführende Informationen zum Thema Kulturlandschaftsteile kontaktiert am besten einen Verein in eurer Nähe, der sich mit Kulturlandschaft beschäftigt, wie z.B.:

Bundesverband

  • Bund für Heimat und Umwelt

Mitgliedsverbände

  • Niedersächsischer Heimatbund e.V.
  • Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V.
  • Schwäbischer Heimatbund e.V.

Literaturtipps: Küster (1995), Pott (1988) und (1989)

Literaturtipps: Jedicke & Jedicke (1992), Pott (1999), Vogtherr (1986)